So gelingt Vereinsorganisation

Ehrenamtstreff mit Workshop bei der DJK Patriching - Dr. Josef Heigl referiert

Der Ehrenamtsbeauftragte des Fußballkreises Niederbayern-Ost, Gerhard Jende,
hatte die Vereine aus der Region zu einer Schulungsveranstaltung mit dem Thema
„Vereinsorganisation 2.0“ eingeladen.
18 Vertreter von 12 Vereinen fanden sich im schmucken, erst kürzlich komplett renovierten
Sportlerstüberl des Vereinsheims der DJK Eintracht Patriching zu dem Workshop ein.
Als Hauptreferenten begrüßte Jende den ehemaligen stellvertretenden Landesehrenamts-
beauftragten und langjährigen Bezirksehrenamtsreferenten im Bayerischen Fußballverband,
Dr. Josef Heigl.

Erster Vorstand Sepp Ziegler gab in seiner Begrüßung einen kurzen Überblick über die
Vereinsstruktur der DJK Eintracht Patriching. Mit seiner Einlassung auf das in diesem Jahr
anstehemde Großprojekt des Vereins „Neubau Kunstrasenplatz“ und den damit
verbundenen gewaltigen organisatorischen Herausforderungen fand Ziegler mühelos
die Überleitung zum Thema des Abends „Vereinsorganisation 2.0“.

Gastreferent Dr. Josef Heigl nannte in seinem Vortrag die Eckpunkte Klarheit,
Wirtschaftlichkeit, Stabilität, Flexibilität und funktionierender Kommunikationsfluss als
unabdingbare Voraussetzungen für erfolgreiche Organisationsstrukturen in den Sport-
vereinen.
Ebenso forderte Dr. Heigl eindeutige Aufgabenbeschreibungen als Schlüssel zum Erfolg
in der Vereinsarbeit und zur Gewinnung von neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern.
„Wer tut was mit wem, wie und wann?
“ Mit dieser einfachen Formel umriss Heigl seine Forderung nach klarer Regelung
von Zuständigkeiten, Befugnissen und Entscheidungskompetenzen.
Auch die Vereinssatzung sei ganz wichtig für das Funktionieren der Vereinsorganisation,
so Dr. Heigl.
Er verwies auf die gesetzlich vorgeschriebenen Mindest- und Sollanforderungen an eine
Vereinssatzung, aber auch auf eine ganze Reihe von Dingen, die sinnvollerweise in der
Satzung geregelt sein sollten. Er mahnte mit Nachdruck die Verantwortlichen,
zu überprüfen, ob die Vereinssatzung noch „up to date“ sei.

Dr. Heigl wusste seine Ausführungen mit zahlreichen praktischen Beispielen aus seinem
reichen Erfahrungsschatz als Mitglied, Funktionär und langjähriger Vorstand bei der
DJK Jägerwirth zu bereichern.
Die anwesenden Vereinsvertreter ließ er in kleinen Arbeitsgruppen den Aufbau ihres
jeweiligen Heimatvereins und die verschiedenen internen Aufgabenfelder sowie
deren personelle Verteilung notieren und vorstellen.
Mit besonderem Interesse wurde dabei die Darstellung von Christian Lukes, 1. Vorstand
der DJK Haselbach, aufgenommen, der die jährlich wiederkehrenden immensen
organisatorischen Herausforderungen im veranstaltungsreichen Vereinsleben der
DJK Haselbach anschaulich erläuterte.
Dass die bestens organisierte, informative und kurzweilige Veranstaltung bei den
Teilnehmern sehr gut angekommen war, zeigte sich auch daran, dass die genannten
Vereinsvorsitzenden Sepp Ziegler und Christian Lukes sowie der ebenfalls anwesende
Präsident des FC-Tiefenbach, Gunther Rankl, nach Ende der Tagung noch sehr lange
im Beisein von Dr. Heigl und Gerhard Jende ihre Erfahrungen mit den umfangreichen
und immer komplexer werdenden Anforderungen an die Vereinsverantwortlichen
austauschten.