Keine Kreismeisterschaften im Kreis Ost: BFV sagt Hallencups der Junioren vorsorglich ab

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) plant trotz der sich bedrohlich aufbauenden vierten Corona-Welle mit einer
Hallensaison. Bei den Junioren im Fußballkreis Niederbayern Ost gibt es aber bereits jetzt schmerzhafte
Absagen: Beim Nachwuchs wird es auch in diesem Winter weder Landkreismeisterschaften noch Kreismeisterschaft geben.
Das hat der BFV-Kreisjugendleiter Helmut Hoffmann den Vereinen nach Information von heimatsport.de am
Samstag mitgeteilt.

Man habe "die Entscheidung schweren Herzens getroffen", teilt der BFV in dem Schreiben mit, das unserer
Redaktion vorliegt. Nach Abwägung des Aufwands und des Risiko im Bezug auf die Unsicherheit, die mit
der vierten Corona-Welle einhergeht, habe man sich zur Absage entschlossen.

In vier Punkten erläutert Hofmann die Gründe für die vorzeitige Absage: Bei 474 gemeldeten Mannschaften
sei es schlicht unvermeidlich, dass Coronafälle auftreten werden. "Wir wollen einfach vermeiden,
dass wir einen unnötigen Hotspot erzeugen." Dabei gehe es auch um die Entlastung der Gesundheitsämter.

Es sei aufgrund des erhöhten organisatorischen Aufwandes nicht möglich, genug Hallen und Ausrichter zu finden.
Die Einhaltung von Hygiene- und Lüftungskonzepten erfordere deutlich mehr Helfer als sonst. Auch das sei ein Problem.

Man habe auch die Durchführung unter 3G+-Regeln diskutiert. Dies schließe aber ungeimpfte
Zuschauer, Schiedsrichter, A- und B-Junioren aus, die sich keinen teuren PCR-Tests leisten können.
Schüler, die ja ohnehin regelmäßig getestet werden, könnten daran teilnehmen. Dennoch sei
auch hier das Infektionsrisiko zu groß. Bei der Durchführung unter 3G-Regeln würde Maskenpflicht
in der ganzen Halle gelten. Die Kontrolle würde einen hohen Aufwand bedeuten,
so Hofmann im Schreiben an die Verein.

Man sei aber zumindest froh und zuversichtlich, dass "ein vernünftiges Hallentraining
(mit gleichbleibender Gruppe)" durchgeführt werden dürfe.

(Quelle heimatsport.de vom 06.11.2021)