Jahreshauptversammlung: Beitrag wird erhöht, Vorsitzender deutet Rückzug an

50 Jahre Vereinstreue: Dafür ehrte die DJK Eintracht Patriching bei ihrer 57. Jahreshauptversammlung
Georg Winklmeier und Ewald Oswald. Eine besondere Würdigung erfuhr die DJK Eintracht ihrerseits mit
der Verleihung der "Silbernen Raute" durch den Bayerischen Fußballverband (BFV). Zur Jahreshaupt-
versammlung im Patrichinger Hof hatten sich 52 Mitglieder eingefunden.
Vorsitzender Josef Ziegler begrüßte besonders Pfarrer August Lindmeier, den geistlichen Beirat der
DJK Patriching, Günter Freiburg, den 1. Vorsitzenden des DJK-Diözesanverbands Klaus Moosbauer
sowie den Bezirks-Ehrenamtsreferenten Rudolf Hamberger.
Die Versammlung gedachte der verstorbenen Mitglieder Hermann Blöchl, Reinhold Debel und Peter Winke.

2. Vorstand Manfred Stemplinger hielt die Laudatios auf Georg Winklmeier und Helmut Bauhuber, Schriftführer
und "Schiedsrichterkollege" auf Ewald Oswald. 21 Jahre lang pfiff Oswald in der Bezirksliga bzw. engagierte
sich als Funktionär. "Ossi" war Spieler der legendären Mannschaft, die 1969 vor 1800 Zuschauern in die
Kreisliga aufstieg – der bislang größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Als Schatzmeister und als 2. Vorstand hatte Oswald bereits in jungen Jahren Verantwortung für den
Verein übernommen. Auch Georg Winklmeier war aktiver Fußballspieler, heute zählt er zu den engagiertesten
Stockschützen im Verein. Er bringt sich als "Mann für alle Fälle" ins Vereinsleben ein. Beim derzeit laufenden
Neubau der Stockschießanlagen absolvierte "Schose" Winklmeier bereits 123 freiwillige Arbeitsstunden.
Vorsitzender Ziegler überreichte beiden Jubilaren jeweils eine Ehrenurkunde und ein Präsent.

Das begehrte Gütesiegel des BFV überreichte der DJK Eintracht Bezirks-Ehrenamtsbeauftragter
Rudolf Hamberger. Mit der Verleihung der "Silbernen Raute", die strengen Bewerbungskriterien
unterworfen ist, würdigt der Verband hervorragende Vereinsarbeit in vier von ihm vorgegebenen
Kriterien: Jugendarbeit, Breitensport, Ehrenamt und Prävention.

Breiten Raum nahm die Finanzsituation des Vereins im Rechenschaftsbericht von Josef Ziegler und im Kassen-
bericht von Schatzmeister Franz Resch ein. Die Ausgaben überwogen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Größte Posten waren die Aufwendungen für das Sportheim mit ca. 18000 Euro und den Neubau
der Stockanlage mit etwa 17000 Euro. Ein neuer Vereinsbus für 22000 Euro wurde gekauft,
der sich nur zur Hälfte durch Werbung finanziert.

Der Fehlbetrag in der Gesamtbilanz wurde durch den erst 2017 überwiesenen Zuschuss der Stadt für die
neue Stockschießanlage ausgeglichen. Eine weitere Entspannung bringt die Erhöhung des Zuschusses
für Vereine mit eigenen Sportanlagen. Die DJK Eintracht Patriching kann mit einer Erhöhung
um 6000 Euro rechnen. Diese Unterstützung braucht der Verein auch für die auf 40000 Euro
Gesamtkosten veranschlagten neuen Stockanlagen und andere Renovierungen.

Auf Antrag von Ziegler wurde eine Beitragserhöhung beschlossen. Der Jahresbeitrag für Kinder und Jugendliche
beträgt zukünftig 25 Euro, Erwachsene zahlen 50 Euro. Der Familienbeitrag wird von 60 auf 70 Euro erhöht.

Ziegler zeigte sich zufrieden über die sportlichen Aktivitäten in den Sparten Baseball und Turnen/Gymnastik.
Die Stockabteilung lobte er besonders für die immense Eigenleistung beim Neubau.
Ziegler erstattete den Bericht über die Fußball-Junioren, nachdem das Amt des Juniorenleiters
seit fast einem Jahr vakant ist. Trotz der Abwanderung von insgesamt acht Spielern zu den
"großen" Nachbarn kann Patriching für die Saison 17/18 drei eigene Mannschaften in den
Altersklassen F, C und A anmelden.
Hoch erfreut konstatierte der Vorsitzende, dass mit Josef Schrank, Dirk Waldvogel, Mario Resch
und Alexander Nickl vier engagierte Trainer im Juniorenbereich zur Verfügung stehen.
Mit kritischem Seitenblick ging Ziegler auf das Nachwuchsleistungszentrum im DFB-Stützpunkt Passau ein.
"Für die kleinen Vereine wird es immer schwieriger, eigene Talente zu behalten."

Der Leiter und Organisator des Frauenfußballs Bernhard Wenzke blickte auf ein erfolgreiches Jahr mit Platz 3
in der Kreisliga zurück. Er freut sich über fünf Neuzugänge für die neue Saison.

Einen schwierigen Part hatte für die Sparte Herrenfußball Abteilungsleiter Matthias Helmberger, musste
er doch über den Abstieg in die A-Klasse und die vermeidbaren Gründe dafür referieren.
Unglücklich liegengelassene Punkte, aber auch zahlreiche Sportgerichtsverfahren machte Helmberger
mit als Ursachen für den knapp verfehlten Klassenerhalt aus.
Für die neue Saison zeigte er sich dennoch zuversichtlich angesichts des "frischen Winds", den der
neue Spielertrainer Danyon Kemper mitbringe
Mit fünf Neuzugängen erhofft sich Helmberger in der A-Klasse Passau "oben" mitspielen zu können.

Zum Schluss gab es noch einen Wermutstropfen: Im Schlusswort ließ Josef Ziegler, der seit 25 Jahren Vorstandsverantwortung trägt, durchblicken,
dass er 2018 nicht mehr für das Präsidentenamt kandidieren wird.

Geehrt für 50 Vereinsjahre wurden Georg Winklmeier (4. v. l.) und Ewald Oswald (4. v. r.).
Mit den Jubilaren freuen sich 2. Vorsitzender Manfred Stemplinger (v. l.), 1. Vorsitzender Sepp Ziegler, DJK-Diözesanpräsident Klaus Moosbauer,
Pfarrer August Lindmeier, geistlicher Beirat Günter Freiburg und 2. Vorsitzender Christian Moosbauer.

(Quelle Passauer Neue Presse vom 10.08.2017)