Sport in Fünfergruppen: Das gilt jetzt

Platzaufteilung, Corona-Tests bei Betreuern, Begleitung durch Eltern: So läuft der Sport für Kinder unter 14

München. Seit Mittwoch gilt auch in Bayern: Sport ist zumindest für Kinder und Jugendliche
unter 14 Jahren in Fünfergruppen wieder erlaubt auch bei einer Sieben-Tages-Inzidenz über 100.
Die PNP geht auf Grundlage von Antworten aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern
(StMI) den wichtigsten Praxisfragen nach:

Wie viele Fünfergruppen dürfen auf den Platz?
Das Innenministerium macht dazu keine konkreten Angaben, schreibt nur: „Wie viele Gruppen
auf der jeweiligen Sportstätte im konkreten Einzelfall trainieren können, ist von den örtlichen
Gegebenheiten abhängig und kann nur durch die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden
beurteilt werden.“ Die Sportausübung mehrerer Gruppen auf einer Sportstätte sei aber grundsätzlich
möglich.

Braucht jede Gruppe einen Trainer?
Nein. Es reicht aus, wenn insgesamtein Traineranwesendist. Die Gruppen dürfen zudem nicht vermischt
werden.
Braucht jeder Trainer einen negativen Test?
Ja, ein negatives Testergebnis innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung ist die Voraussetzung.

Reicht für Trainer ein Selbsttest oder muss es sich um ein zertifiziertes Negativergebnis
handeln?
Dazu teilt das Innenministerium mit: „Gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1 der 12. Bayerischen Infektions-
chutzmaßnahmeverordnung
müssen Anleitungspersonen auf Anforderung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde ein negatives
Ergebnis eines innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung vorgenommenen PCR Tests,
POC-Antigentests oder Selbsttests in Bezugauf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-
2 vorlegen.“

Gilt bei einem PCR-Test auch die 48-Stunden-Regel?
Nein, auch bei PCR-Tests von Übungsleitern gelte, dass diese innerhalb von 24 Stunden vor der
Sportausübung vorgenommen worden sein müssen, stellt das Innenministerium fest.

Dürfen Eltern am Platz warten, wenn der Abstand eingehalten wird?
„Minderjährige Sportler können zur Wahrnehmung der elterlichen Sorge (Elternrecht) beim Sport-
betrieb von ihren Erziehungsberechtigten begleitet werden“, heißt es in der Antwort des StMI.
Dabei seien Ansammlungen mehrerer Erziehungsberechtigter in jedem Fall zu vermeiden, der
Mindestabstand sei einzuhalten.

Was ist bei einer stabilen Sieben-Tages-Inzidenz von 50 bis 100 erlaubt?
Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren dürfen gemeinsam kontaktlos trainieren. Außerdem
ist kontaktfreier Sport im Freien mit den Angehörigen zweier Hausstände – insgesamt
maximal fünf Personen – (Kinder unter 14 nicht mitgerechnet) gestattet. -la/mjf/mid

(Quelle: Passauer Neue Presse vom 30.04.2021)